Harran in Südostanatolien

Harran liegt im Südosten der Türkei nicht weit entfernt von Şanlıurfa und nahe der Grenze zu Syrien und war unter den Babyloniern im alten Mesopotamien ein bedeutendes Handelszentrum. Harran ist vermutlich die alte Stadt Haran, wo Abraham (für Muslime der Prophet Ibrahim) zeitweise lebte. Unter den arabischen Umayaden und Abbasiden wurde Harran ab dem späten 8. Jahrhundert mit der Gründung der ersten islamischen Universität ein Zentrum für wissenschaftliche Übersetzungen aus den Bereichen Astronomie, Philosophie, Medizin und Naturwissenschaften. Weiterlesen »

Der nachdenkliche Humor des Nasreddin Hoca

Statue von Nasreddin Hoca in Aksehir Bekannt bei der türkischen Bevölkerung und auch weit über die Grenzen des Landes hinaus ist der im Jahr 1237 nach Akşehir übergesiedelte Nasreddin Hoca, dessen Leben und Wirken sich durch eine besondere Form des nachdenklichen Humors auszeichnete. Er bekleidete das Amt eines Imam, das bereits sein Vater im kleinen Dorf Horto nahe der westanatolischen Stadt Sivrihisar ausgeübt hatte, wo Nasreddin 1208 geboren wurde.

In Akşehir soll er zunächst Vorlesungen verschiedener Gelehrter besucht und später selbst an der Medrese, der theologischen Hochschule unterrichtet haben. 1284, das heißt im Jahr 683 nach islamischer Zeitrechnung starb er in Akşehir. Dort steht auch sein Mausoleum inmitten des großen Friedhofs.

Die Geschichten und Anekdoten über Nasreddin als Witze zu bezeichnen, würde dem Wirken des Hoca nicht gerecht. In allen Erzählungen ist ein feinsinniger und mehrdeutiger Humor zu erkennen, der an Seitenhieben gegenüber seinen Mitmenschen nicht spart. Andererseits zeigen die Anekdoten auch Nasreddins Wohlwollen und Zuneigung gegenüber seinen Zeitgenossen, denen er wohl im Alltag helfen wollte, in dem er ihnen gelegentlich eine Lehre erteilte.

Lange wurden die Geschichten über Nasreddin nur mündlich überliefert, fanden aber ihren Weg auch in andere Kulturkreise außerhalb der Türkei. Insgesamt soll es hunderte Geschichten über den eigenwilligen Volksphilosophen geben, einige von ihnen scheinen jedoch im Nachhinein entstanden zu sein. Weiterlesen »

Mamure Kalesi – Mächtige Burganlage in Anamur

Mamure Kalesi ist eine gut erhaltene Burganlage aus dem frühen Mittelalter, die zu Zeiten der Kreuzzüge als Lazarett für die in blutigen Kämpfen geschundenen Ritter aus dem Heiligen Land diente. Die Burgruine liegt ca. 6 Kilometer östlich von Anamur in der türkischen Provinz Mersin direkt am Mittelmeer.

Ursprünge der Anlage reichen bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. zurück, als die Römer die Region kontrollierten. Unter der Herrschaft des Königreichs Kleinarmenien, das eng mit den Kreuzfahrerstaaten verbunden war, wurde die Burg neu errichtet. Daher findet man auch Architektureinflüsse der mittelalterlichen Franken.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhundert geriet die mächtige Burganlage dann unter die Kontrolle der türkischen Karamanoğulları, die sie noch weiter ausbauten. Nachdem die Osmanen auch die vollständige Macht über Anatolien erlangt hatten, nutzten sie die Burg noch bis zum Ende des Osmanischen Reichs im frühen 20. Jahrhundert.

Fotoserie

Der Gewürzbasar in Istanbul

Eine Freude für die Geruchssinne wartet im Gewürzbasar (Mısır Çarşısı) im Istanbuler Stadtteil Eminönü, dem Ägyptischen Basar, der im 17. Jahrhundert eingerichtet wurde, um die sozialen Einrichtungen der nahegelegenen Yeni Camii (Neue Moschee) mit Hilfe der Zollabgaben für Importe aus Ägypten zu finanzieren.

Gewürze waren seit jeher eine wichtige Ware an den Handelsrouten zwischen Asien und Europa. Istanbul spielte hier eine bedeutende Rolle.

In den alten Gewölben verführen, meist farbenprächtig leuchtend und von den Händlern kunstvoll aufgeschichtete Süßigkeiten, Kräuter und Gewürze wie Safran, Kreuzkümmel, Salbei, Pfefferminze, Sesam, Nelkenknospen, Thymian, verschiedene Pfeffersorten, Ingwer, Zimt, türkischer Honig, Halva, Nüsse, Pistazien, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Maulbeeren, Pinienkerne, Kürbiskerne, Kichererbsen und getrocknetes Obst wie Aprikosen, Feigen und Datteln an den Ständen.

Touristen und Einheimische quetschen sich durch die Gänge des Ägyptischen Basars, der wohl auch heute noch am ehesten dem Klischee eines orientalischen Marktes entspricht. Außerhalb der überdachten Gänge werden Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Käse sowie Haushaltswaren angeboten.

Auf der Karte Weiterlesen »

Reklame
Schon gelesen?
Faszinierende Tuffsteinlandschaft in Kappadokien Sema – Mystischer Tanz der Derwische Süleymaniye Moschee in Istanbul
Hotelsuche
Hotel Türkei:1.090 Unterkünfte im unabhängigen Preisvergleich bei trivago.
Über
Über Fotograf und Autor Jens Helmstedt hat rund 25 Jahre Reiseerfahrung in der Türkei. Bilder und Artikel über Reisen, Natur, Geschichte und Kultur präsentiert er in Lichtbildervorträgen, Zeitschriften, Büchern und Online. Erfahren Sie mehr
just2guide – Werbung
Twitter
Facebook
Bildband Istanbul
Musik aus der Türkei
MUSIK-TIPP:
Sezen Aksu - Öptüm

Öptüm - Sezen Aksu